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Übersicht


1. Prozesswächter-Modelle im Kurzüberblick

2. Prozesswächter-Funktionen im Überblick

3. Prozesswächter-Modelle im Einzelnen

4. Technische Details von Prozesswächtern

1. Prozesswächter-Modelle im Kurzüberblick

Vielfältige Modell-Varianten 

 
Prozesswächter-Modell  LS10   LS42  LS-Flow  LS-P    LS-V    LT42  LT-Radar  LT-US  LT-US-ATEX
Digitale Eingänge 1 4 1 - 4 4 2 4 4
Analoge Eingänge (optional freischaltbar) - 2 1 2 2 2 1 2 2
Modbus-Schnittstelle - - 1 - - - 1 - -
Anschluss für optionalen Ultraschallsensor - - - - - - 1 1 1
Anschluss für optionales 3-Wege Magnetventil - - - - 1 - - - -
ATEX-Zulassung - - - - - - - - ja
Anschluss für optionale externe Antenne nein ja ja ja ja ja ja ja ja
Variante für externe Stromversorgung verfügbar nein ja ja nein ja ja  ja ja nein 
Info-Link anklicken für Datenblatt, LV-Textvorschlag etc. Infos Infos
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2. Prozesswächter-Funktionen im Überblick

2.1 Prozesswächter mit Standardfunktionen (LS10, LS42, LS-Flow und LS-P):

  • Prozesswächter LS10 und LS42 berechnen aus den Impulsen eines Wasserzählers durchschnittlichen Durchfluss, minimalen und maximalen täglichen Durchfluss, Nacht-Durchfluss, Zählerstand, Tagesvolumen und Tageszählerstand
  • Prozesswächter LS-Flow erhält vom einem Wasserzähler über Modbus Messwerte für den momentanen Durchfluss, durchschnittlichen Durchfluss, Zählerstand, Diagnosedaten über den Betriebszustand des Wasserzählers und berechnet aus den über Modbus erhaltenen Daten minimalen und maximalen täglichen Durchfluss, Nacht-Durchfluss, Tageszählerstand, Tagesvolumen
  • Prozesswächter LS-Flow erhält je nach Wasserzählertyp über Modbus zusätzliche Messwerte für Netzdruck und/oder Wassertemperatur
  • Überwachen Grenzwerte und Signaleingänge (Prozesswächter LS-P verfügt über keine Signaleingänge)
  • Diagnostizieren verbleibende Batterielaufzeit in Tagen, Empfangspegel, Innentemperatur, Datenvolumen etc.
  • Übertragen Daten regelmäßig zu den konfigurierten Uhrzeiten an eine oder zwei Leitstellen
  • Alarmieren bei Grenzwertverletzungen und Signaländerungen die Leitstelle, zusätzlicher SMS-Alarm konfigurierbar

2.2 Prozesswächter mit Funktionserweiterungen (LS-V, LT42, LT-Radar, LT-US und LT-US-ATEX):

  • Verfügen über alle in Kapitel 2.1 aufgeführten Standardfunktionen
  • Berechnen zusätzlich:
    a) Aus den Impulsen eines Regenmessers durchschnittliche Niederschlagsmenge, Niederschlagsintensität, minimale und maximale tägliche Niederschlagsmenge, tägliche Niederschlagshöhe und tägliche Niederschlagsmenge
    b) Aus einem gemessenen Pegel mittels Q/H-Kurve durchschnittlichen Durchfluss, Tagesvolumen und Zählerstand 
  • Protokollieren zusätzlich tägliche Anzahl und Dauer von Grenzwertverletzungen und Signaländerungen
  • Reagieren mit automatischem Wechsel des Messintervalls:
    a) Entweder in konfigurierbaren Zeitfenstern und/oder
    b) Bei Grenzwertverletzungen und Signaländerungen
  • Übertragen Daten im Störfall regelmäßig während einer Grenzwertverletzung oder Signaländerung an die Leitstelle

3. Prozesswächter-Modelle im Einzelnen

Prozesswächter LS10

Der Prozesswächter LS10 verfügt über die Standardfunktionen (Kapitel 2.1).

Datenerfassung:

  • Ein digitaler Eingang für Wasserzähler mit Impulsausgang oder Signal

Hinweise:

  • Gerätevariante für externe Stromversorgung nicht verfügbar
  • Anschluss von einer optionalen externe Antenne nicht möglich

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Prozesswächter LS42

Der Prozesswächter LS42 verfügt über die Standardfunktionen (Kapitel 2.1).

Datenerfassung:

  • Vier digitale Eingänge für Wasserzähler mit Impulsausgang und/oder Signale
  • Optional zwei analoge Eingänge:
    Konfigurierbare Werte für einen Sensor von 0 bis +99.999 (inklusive Offset)

Alleinstellungsmerkmal Prozesswächter LS42:

  • Konfiguration von zwei digitalen Eingängen als Vor-/Rücklaufzähler (1 x Impuls und 1 x Richtungskontakt)

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Prozesswächter LT42

Der Prozesswächter LT42 verfügt über die Standardfunktionen (Kapitel 2.1) und die Funktionserweiterungen (Kapitel 2.2).

Datenerfassung:

  • Vier digitale Eingänge für Wasserzähler oder Regenmesser mit Impulsausgang, Signale und/oder Sofrel Überlaufsensoren
  • Optional zwei analoge Eingänge:
    a) Konfigurierbare Werte für einen Sensor von -99.999 bis +99.999 (inklusive Offset)
    b) Ein analoger Eingang auch für das Steuern eines Probennehmers konfigurierbar

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Prozesswächter LS-Flow

Der Prozesswächter LS-Flow verfügt über die Standardfunktionen (Kapitel 2.1).
Es ist eine Modbus-Schnittstelle für den Anschluss eines Wasserzählers über Modbus vorhanden.
Je nach Wasserzählertyp erhält der Prozesswächter LS-Flow über Modbus zusätzliche Messwerte für Netzdruck und/oder Wassertemperatur.

Datenerfassung:

  • Modbus-Schnittstelle kompatibel mit:
    ABB AquaMaster, ARAD Octave, KROHNE Waterflux 3070, SIEMENS MAG 8000
  • Ein digitaler Eingang für Signal
  • Optional ein analoger Eingang:
    Konfigurierbare Werte für einen Sensor von 0 bis +99.999 (inklusive Offset) 

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Prozesswächter LS-P

Der Prozesswächter LS-P ist eine Variante speziell für Druckmessungen und Funktionsüberwachung von Druckminderern.
Es stehen die Standardfunktionen (Kapitel 2.1) zur Verfügung.

Datenerfassung:

  • Zwei analoge Eingänge inklusive Sofrel Drucksensor Typ CPR:

Hinweise:

  • Konfiguration der analogen Eingänge ausschließlich mit Sofrel Drucksensoren möglich:
    a) Drucksensor Typ CPR (Messbereich 0 bis 10 bar oder 0 bis 20 bar, Genauigkeit: ± 0,5 % FS)
    b) Drucksensor Typ CNPR (Messbereich 0 bis 16 bar, Genauigkeit: ± 0,35 % FS)
  • Gerätevariante für externe Stromversorgung nicht verfügbar

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Prozesswächter LS-V

Der Prozesswächter LS-V verfügt über die Standardfunktionen (Kapitel 2.1) und die Funktionserweiterungen (Kapitel 2.2).
Zusätzlich ist ein Steuerungsausgang für ein optionales 3-Wege Magnetventil vorhanden.

Datenerfassung:

  • Steuerungsausgang für optionales Sofrel 3-Wege Magnetventil
  • Vier digitale Eingänge für Wasserzähler oder Regenmesser mit Impulsausgang, Signale und/oder Sofrel Überlaufsensoren
  • Optional zwei analoge Eingänge:
    a) Konfigurierbare Werte für einen Sensor von -99.999 bis +99.999 (inklusive Offset)
    b) Ein analoger Eingang auch für das Steuern eines Probennehmers konfigurierbar

Der Prozesswächter LS-V ist Bestandteil des AIRVALVE Anti-Stagnations-Kompaktschachts (Download Datenblatt ASKS).

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Prozesswächter LT-Radar

Der Prozesswächter LT-Radar verfügt über die Standardfunktionen (Kapitel 2.1) und die Funktionserweiterungen (Kapitel 2.2).
Es ist eine Modbus-Schnittstelle für den Anschluss eines Radarsensors über Modbus vorhanden.
Zusätzlich ist ein Anschluss
für einen optionalen Ultraschallsensor vorhanden.

Datenerfassung:

  • Modbus-Schnittstelle kompatibel mit:
    ENDRESS+HAUSER Micropilot FMR20
  • Ein zusätzlicher Eingang für optionalen Sofrel Ultraschallsensor
  • Zwei digitale Eingänge für Wasserzähler oder Regenmesser mit Impulsausgang, Signale und/oder Sofrel Überlaufsensoren
  • Optional ein analoger Eingang:
    a) Konfigurierbare Werte für einen Sensor von -99.999 bis +99.999 (inklusive Offset)
    b) Analoger Eingang auch für das Steuern eines Probennehmers konfigurierbar

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Prozesswächter LT-US

Der Prozesswächter LT-US verfügt über die Standardfunktionen (Kapitel 2.1) und die Funktionserweiterungen (Kapitel 2.2).
Zusätzlich ist ein Anschluss für einen optionalen Ultraschallsensor vorhanden.

Datenerfassung:

  • Ein zusätzlicher Eingang für optionalen Sofrel Ultraschallsensor
  • Vier digitale Eingänge für Wasserzähler oder Regenmesser mit Impulsausgang, Signale und/oder Sofrel Überlaufsensoren
  • Optional zwei analoge Eingänge:
    a) Konfigurierbare Werte für einen Sensor von -99.999 bis +99.999 (inklusive Offset)
    b) Ein analoger Eingang auch für das Steuern eines Probennehmers konfigurierbar

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Prozesswächter LT-US-ATEX

Der Prozesswächter LT-US-ATEX mit Ex-Zulassung verfügt über die Standardfunktionen (Kapitel 2.1) und die Funktionserweiterungen (Kapitel 2.2).
Zusätzlich ist ein Anschluss für einen optionalen Ultraschallsensor mit Ex‑Zulassung vorhanden.

Datenerfassung:

  • Ein zusätzlicher Eingang für optionalen Sofrel Ultraschallsensor mit Ex-Zulassung
  • Vier digitale Eingänge für Wasserzähler oder Regenmesser mit Impulsausgang und/oder Signale
  • Optional zwei analoge Eingänge:
    a) Konfigurierbare Werte für einen Sensor von -99.999 bis +99.999 (inklusive Offset)
    b) Ein analoger Eingang auch für das Steuern eines Probennehmers konfigurierbar

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4. Technische Details von Prozesswächtern

 

Antenne

 

Prozesswächter verfügen über eine integrierte Hochleistungsantenne mit Reflektor für Datenübertragung aus geschlossenen Schachtbauwerken.

Wenn die Signaldämpfung in einem Schachtbauwerk oder Gebäude zu hoch ist, dann kann bei allen Modellen (bis auf Prozesswächter LS10) eine optionale externe Antenne (IP68 wasserdicht) mit wahlweise vier oder acht Metern Kabel angeschlossen werden.

Prozesswächter verfügen für die Inbetriebnahme über verschiedene Diagnosetests, um unter anderem im Schachtbauwerk oder Gebäude unter realen Umgebungsbedingungen den Empfangspegel zu messen und/oder das Mobilfunknetz mit dem besten Empfangspegel zu ermitteln.

     

Überflutbar

 

Gehäuse und Anschlüsse von Prozesswächtern sind wasserdicht nach Schutzart IP68 (2 m, 200 Tage).

Prozesswächter werden in der Regel in unterirdischen Schachtbauwerken installiert. Eindringendes Grund- und/oder Oberflächenwasser führt regelmäßig zur Überflutung von Schachtbauwerken. Wenn in einem solchen Fall das Messgerät nicht hundertprozentig wasserdicht ist, dann wird die Elektronik im Geräteinneren nass und zerstört. Prozesswächter sind nach Schutzart IP68 wasserdicht und werden bei überfluteten Schächten nicht beschädigt.

     

Geschützte Elektronikbauteile

 

Alle Anschlüsse sind im Gehäuseinneren wasserdicht vergossenen.

Die Systemplatine ist mit Leiterplatten-Schutzlack beschichtet für:

  • Isolation der Leiterbahnen
  • Dauerhaften Schutz der Elektronikbauteile vor Umwelteinflüssen, Korrosion und mechanischer Einwirkung
     

Gehäuse

 

Die integrierte Hochleistungsantenne mit Reflektor bestimmt Form und Größe des Gehäuses. Die integrierte Hochleistungsantenne befindet sich unter dem Oberteil des Prozesswächter-Gehäuses. Das zweiteilige Gehäuse wird mit einem Grobgewinde-Schraubring wasserdicht verschlossen (Schutzart IP68). Für das Schließen des Gehäuses wird ein spezieller Ringschlüssel benötigt, um die notwendige Vorspannung der doppelten O-Ring-Dichtungen nach Schutzart IP68 zu gewährleisten.

Das Prozesswächter-Gehäuse ist aus stoßfestem, temperaturbeständigem Polycarbonat. Die Anschlüsse sind im Gehäuseinneren wasserdicht vergossen.

     

SIM-Karte

 

SIM-Kartenformat: Mini-SIM 2FF (15 x 25 mm).

Freie Wahl der auswechselbaren SIM-Karte unabhängig vom Mobilfunkanbieter.

SIM mit privater APN (Access Point Name, was frei übersetzt „Name des Zugangspunkts“ bedeutet) für sichere Datenübertragung in einer geschlossenen Benutzergruppe und Zugriff auf mehrere Mobilfunknetze (Multi-Netz) für bestmögliche Verfügbarkeit empfohlen.

     

Bluetooth

 

Die Konfiguration und Diagnose von Prozesswächtern erfolgt über Bluetooth.

Dies hat den Vorteil, dass das wasserdichte Prozesswächter-Gehäuse bei Konfigurationsänderungen vor Ort im Schachtbauwerk nicht geöffnet werden muss. Dadurch wird die Elektronik im Geräteinneren weder verschmutzt noch zerstört.

Wir empfehlen den Prozesswächter-Bluetooth USB-Adapter mit einer Reichweite bis zu 50 Meter für eine optimale Kommunikation zwischen Rechner und Prozesswächter.
Viele Rechner verfügen zwar über ein integriertes Bluetooth, dessen Treiber-Software kann jedoch für eine Kommunikation mit einem Prozesswächter ungeeignet sein.

     

Prozesswächter mit interner Batterie

 

Diese Prozesswächter-Modelle werden von einer internen Lithium-Metall-Batterie mit Strom versorgt. Die Batterie kann vor Ort in wenigen Minuten selbst ausgewechselt werden.

Es gibt zwei Batterie-Typen:

  • Standard-Batterie für bis zu fünf Jahre Batterielebensdauer *
  • XL-Batterie für bis zu zehn Jahre Batterielebensdauer * 

* Die Batterielebensdauer wird von der Mess- und Übertragungshäufigkeit, der GSM-Empfangsqualität sowie der Art und der Anzahl der angeschlossenen Sensoren beeinflusst. Die vorgenannten Werte von fünf beziehungsweise zehn Jahren gelten zum Beispiel unter folgenden Bedingungen als gesichert:
Umgebungstemperatur von 10 °C bis 30 °C, durchschnittlicher GSM-Empfangspegel ≥ 7, Daten erfassen an zwei digitalen Eingängen (zum Beispiel von Wasserzählern) alle fünfzehn Minuten und einem analogen Eingang mit Sofrel Drucksensor alle fünf Minuten.

Prozesswächter analysieren ihren Stromverbrauch und übertragen täglich die verbleibende Batterielaufzeit in Tagen als eine von mehreren Diagnoseinformation an die Leitstelle. Die Diagnoseinformation kann in der Leitstelle ausgewertet werden, um rechtzeitig bei geringer Batterierestlaufzeit einen Batteriewechsel planen zu können.

Hinweis: Ein Prozesswächter-Modell mit interner Batterie kann nicht nachträglich in ein Prozesswächter-Modell für externe Stromversorgung umgerüstet werden.

     
Prozesswächter für externe Stromversorgung  

Diese Prozesswächter-Modelle werden extern mit Strom versorgt (Netzteil, Solarmodul, Microturbine, externe Batterie etc.) und verfügen über keine interne Batterie.

Eine externe Stromversorgung ermöglicht regelmäßige kurze Sendeintervalle (Sendeintervall: 5, 15, 30, 60, 120, 240 oder 480 Minuten wählbar) und Sensoren mit hohem Stromverbrauch (zum Beispiel für das Messen von Leitfähigkeit, ph-Wert, Trübung, Sauerstoffsättigung, Temperatur etc.).

Hinweis: Ein Prozesswächter-Modell für externe Stromversorgung kann nicht nachträglich in ein Prozesswächter-Modell mit interner Batterie umgerüstet werden.

     

Datenübertragung

 

Im planmäßigen Betrieb speichern Prozesswächter ständig Messwerte und überwachen zuvor festgelegte Grenzwerte sowie Signaleingänge. Alle gespeicherten Daten werden regelmäßig zu den konfigurierten Uhrzeiten an eine oder zwei Leitstellen übertragen.

Im Störfall einer Anlage übertragen Prozesswächter alle seit der letzten Datenübertragung neu gespeicherten Daten an die Leitstelle für die hier definierten Alarmierungswege.

Alle Prozesswächter-Modelle mit Funktionserweiterung (Kapitel 2.2) bieten zusätzlich die Möglichkeit, während eines Störfalls alle inzwischen neu gespeicherten Daten regelmäßig an die Leitstelle zu übertragen. So kann das Betriebspersonal aus der Ferne den kritischen Anlagenzustand anhand fortlaufend aktualisierter Daten beurteilen und über die notwendigen Maßnahmen entscheiden.

Prozesswächter übertragen Daten IP-basiert über das Mobilfunknetz an die Leitstelle. Nur für Prozesswächter LS10 SMS, LS42 SMS und LS-P SMS ist alternativ auch die ältere SMS-basierte Datenübertragung über das Mobilfunknetz an die Leitstelle möglich.

     

Direkte Kommunikation mit eigener Leitstelle

 

Prozesswächter übertragen Daten über das Mobilfunknetz entweder an eine feste IP-Adresse oder einen DNS-Service (Domain Name System), der den Domainnamen in die zugehörige IP-Adresse übersetzt (zum Beispiel www.ihre-DNS.de), als direkten Zugangspunkt in das lokale Netzwerk. Damit werden keine Daten auf fremden Servern gespeichert oder verarbeitet, was ein wichtiger Aspekt der BSI-Kritisverordnung und ISO/IEC 27001 ist. Das Verwenden von SIM-Karten mit privater APN (Access Point Name, was frei übersetzt „Name des Zugangspunkts“ bedeutet) sorgt für eine gesicherte Datenübertragung in einer geschlossenen Benutzergruppe und schützt vor unberechtigem Zugriff.

Die auf Ihrem eigenen Leitstellen-Rechner eintreffenden Prozesswächter-Daten werden vor Ort weiterverarbeitet und dem Prozessleitsystem Ihrer Leitstelle für die nachgelagerte Datenverarbeitung zur Verfügung gestellt. Prozesswächter sind sogar in der Lage, Daten parallel an zwei Leitstellen zu übertragen.

Gerne senden wir Ihnen eine kostenlose Testversion unserer OPC/IEC-Server zu, damit Sie die Kommunikation unserer Prozesswächter mit Ihrer Leitstelle unverbindlich testen können.

Wenn Ihr aktuelles Prozessleitsystem Standard-Schnittstellen wie OPC DA, OPC UA oder IEC60870-5-104 nicht unterstützt, dann können Prozesswächter-Daten alternativ auch über die SQL-Datenbank von PCWin2, automatisierten Datenexport aus Web-LS als CSV-Datei oder die Web-LS Webdienst-Schnittstelle (Webservice interface) für die nachgelagerte Datenverarbeitung verfügbar gemacht werden.

     

Empfangspegel

 

Eine mögliche Variante, einen Empfangspegel (Signalstärke) darzustellen, ist der sogenannte ASU-Wert. Der Begriff ASU steht für Arbitrary Strength Unit, was frei übersetzt „Universelle Signalstärke-Einheit“ bedeutet. Es ist in jedem Mobilfunkstandard (zum Beispiel GSM oder UMTS) möglich, aus dem ASU-Wert den Empfangspegel in dBm zu ermitteln.

Prozesswächter zeigen den Empfangspegel auf einer Skala von 0 bis 31 ASU an. Ab einem Empfangspegel von 7 ASU ist eine Datenübertragung möglich.

Prozesswächter verfügen für die Inbetriebnahme über verschiedene Diagnosetests, um unter anderem im Schachtbauwerk unter realen Umgebungsbedingungen den Empfangspegel zu messen und/oder das Mobilfunknetz mit dem besten Empfangspegel zu ermitteln.

     

LED-Anzeige

 

Auf der Vorderseite eines Prozesswächters befinden sich vier verschiedenfarbige LEDs für die Anzeige des Betriebszustands bei eingeschaltetem Bluetooth:

  • Blaue LED leuchtet: Bluetooth ist für Konfiguration und/oder Diagnose eingeschaltet
  • Grüne LED leuchtet oder blinkt: SIM-Karte eingelegt und im GSM-Netz angemeldet
    - Grüne LED leuchtet bei Verbindung mit 2G-Netz
    - Grüne LED blinkt bei Verbindung mit 3G-Netz
  • Orange LED leuchtet: ausreichend starker Empfangspegel (+)
  • Orange und gelbe LED leuchten: starker Empfangspegel (++)

Die Diagnosetests von Prozesswächtern ermöglichen ein genaueres Messen des Empfangspegels als die optische LED-Anzeige (siehe Empfangspegel).

Im planmäßigen Betrieb eines Prozesswächters sind alle LEDs erloschen.

     

Sensorik / Elektronik

 
  • Digitaler Eingang konfiguriert als Zähleingang: maximal 250 Hz, Tastverhältnis 1/z, mindestens zwei Millisekunden Impulsdauer, zum Beispiel Wasserzähler mit OC-Transistorausgang (offener Kollektor < 220 pF) als Impulsausgang
  • Digitaler Eingang konfiguriert als Signaleingang: entweder als Schließer (Ruhezustand offen) oder als Öffner (Ruhezustand geschlossen) konfigurierbar, Zeitverzögerung für Signaländerung: von 0, 5, 15, 30 Sekunden bis 1, 5, 10 oder 15 Minuten wählbar 
  • Analoge Eingänge: 4 mA ... 20 mA (10-Bit Digitalwandler) inklusive 12 V DC oder 20 V DC Versorgung von externen Sensoren (2-Leiter) durch den Prozesswächter
  • Modbus-Schnittstelle Prozesswächter LS-Flow: kompatibel mit ABB AquaMaster, ARAD Octave, KROHNE Waterflux 3070, SIEMENS MAG 8000
  • Modbus-Schnittstelle Prozesswächter LT-Radar: kompatibel mit ENDRESS+HAUSER Micropilot FMR20
  • Messintervall für Zähleingänge: 1, 3, 5, 6, 10, 15, 30, 60 Minuten wählbar
  • Messintervall für analoge Eingänge: 1, 3, 5, 6, 10, 15, 30, 60 Minuten wählbar (bei Prozesswächter-Modellen mit Funktionserweiterung (Kapitel 2.2) unterschiedliche Messintervalle je Eingang konfigurierbar)
  • Prozesswächter-Modelle mit Funktionserweiterung (Kapitel 2.2) reagieren mit automatischem Wechsel des Messintervalls entweder in konfigurierbaren Zeitfenstern oder bei Grenzwertverletzungen/Signaländerungen
  • Datenkommunikation an die Leitstelle regelmäßig zu den konfigurierten Uhrzeiten
  • Datenkommunikation an die Leitstelle ereignissgesteuert als Alarm bei Grenzwertverletzungen oder Signaländerungen, zusätzlicher SMS-Alarm konfigurierbar
  • Datenkommunikation im Störfall bei Prozesswächter-Modellen mit Funktionserweiterung (Kapitel 2.2) zusätzlich regelmäßig während einer Grenzwertverletzung oder einer Signaländerung (Sendeintervall: 5, 15, 30, 60, 240 Minuten wählbar)
  • Interner Speicher für 50.000 Daten
     

Systemuhrzeit

 

Prozesswächter synchronisieren ihre Systemuhrzeit automatisch mit der Systemuhrzeit des Leitstellen-Rechners.

     

2G/3G-Modem

 

Quad-Band GSM/GPRS/EDGE, Hexa-Band UMTS

     

Wandhalterung

 

Im Lieferumfang von jedem Prozesswächter ist eine Wandhalterung aus Kunststoff mit Klick-Verschluss enthalten.

     

Abmessungen

 

261 x 155 x 176 mm inklusive Wandhalterung (H x B x T)

     

Gewicht

 

circa 1,1 kg inklusive Wandhalterung und Batterie

     

Temperatur

 

Prozesswächter sind für folgende Umgebungstemperaturen zugelassen:

  • Betrieb von -20 °C bis +55 °C
  • Lagerung von -25 °C bis +70 °C